Clubmusic in Berlin

Dieser Blog widmet sich der Clubmusic der Clubs in Berlin.

Es werden viele CD Klassiker der Clubmusik besprochen.

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Diverse – I Like It Vol. 1

Diverse – I Like It Vol. 1 – [Compost/PP Sales]
Eine feine Idee: Promis, bekannt vom DJ-Pult und von Platte, präsentieren ihre fünf absoluten Mega-Favourite-Tracks of all time, Stücke, die ihr Leben verändert haben. Die erste Runde dieses fröhlichen Reigens “DJs wählen ihre Supertracks” eröffnen DJ Hell, Peter Kruder, Michael Reinboth und Theo Thönnessen. Das ausgewählte Spektrum reicht dementsprechend von The Pop Group über Grauzone bis hin zu Arthur Russel. Das Tolle an dem Ganzen ist natürlich, dass ja jeder der DJs beweisen will, was für einen ausgefallenen Geschmack er hat, und so lernt man hier noch richtig abgefahrene, aufregende Musik kennen.

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Morgenstern – Carolea

Morgenstern – Carolea – [Forte/Neuton]
Vor ein paar Monaten ist der Kölner Technoproduzent Christian Morgenstern im Alter von 27 Jahren verstorben. Er war skaten, ging nach Hause, setzte sich in einen Sessel und starb. Woran nun ganz genau, weiß man bis heute nicht. Hart, grausam, das Leben. Als Produzent war er einer derjenigen, von dem man sich noch wahre Wunderdinge erwartete. Seine letzte Platte “Blue Hawaii” war ein Techno-Meilenstein, formvollendet und wunderschön. Die nun vorliegende Platte ist ein Vermächtnis, das Christian Morgenstern nicht verdient hat. Die Tracks, die zumeist mit einer Sängerin eingespielt wurden und teilweise von einem seiner Freunde zu Ende gebracht wurden, entfalten keine Magie, gar nichts, liegen einfach herum wie Grabsteine auf einem Friedhof. Die letzte Platte Morgensterns wird für immer “Blue Hawaii” bleiben

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Ennio Morricone Remixes Volume 1

Diverse – Ennio Morricone Remixes Volume 1 – [Compost/PP Sales]

Ennio Morricone, der große italienische Filmkomponist, ist gerade 75 Jahre alt geworden, was Grund genug ist, den Meister mit einer Sammlung an Remixen einiger seiner unsterblichen Klassiker zu ehren, die jeder Spaghetti-Western-Fan morgens unter der Dusche pfeift. Wie meist bei derartigen Projekten, endet das Ganze allerdings auch hier mit der Erkenntnis, dass man lieber mal wieder zu den Originalen greifen sollte. Hakan Lidbo, International Pony und all die anderen machen alle einen guten Job, keine Frage, doch Gold wird eben nicht dadurch wertvoller, indem man es nochmals mit Goldfarbe bemalt.

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Lawrence – The Absence Of Blight

Lawrence – The Absence Of Blight – [Dial/Kompakt]
Lawrence hat sich mit seinem zweiten Longplayer zu einem der ganz Großen der deutschen Technolandschaft gemausert. Natürlich macht er nicht wirklich Techno, eher zärtliche elektronische Musik mit dem leisen Wumms. Seine Musik wirkt immer arg persönlich, zerbrechlich, verhalten. Als wollte er nochmals belegen: Ja, Techno ist vorbei, aber es geht trotzdem weiter. Leicht melancholisch ist diese Musik natürlich auch, aber in dieser dunklen Jahreszeit entspricht sie so ja nur perfekt der eigenen Gefühlslage.

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Kid 606 – Kill Sound Before Sound Kills You

Kid 606 – Kill Sound Before Sound Kills You – [Ipacec/Southern]
Kid 606s Platten sind immer ein großer Spaß. Der Typ kümmert sich nie auch nur ansatzweise um das, was in der Welt der elektronischen Musik gerade angesagt sein könnte, und lässt es stattdessen immer einfach krachen. Acid, HipHop, Drum & Bass, Gabba, alles wird von ihm als Schlachteplatte serviert, auf der das Fleisch am liebsten roh oder zumindest noch blutig angebraten zu sein hat. Für alle, die die Schnauze gestrichen voll haben von Minimal, ist diese tolle Terror-Platte die perfekte Alternative.

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Sven Väth – The Sound Of The Fourth Season

Sven Väth – The Sound Of The Fourth Season – [Cocoon/Intergroove]
Der Sommer ist vorbei, die heiße Partyzeit auf Ibiza auch. Mit seiner vierten Mix-CD in der Cocoon-Club-Reihe hat Sven Väth versucht, nochmals seine Eindrücke aus der vergangenen Saison zu bündeln. Diese Doppel-CD funktioniert sozusagen wie eine akustische Postkarte aus Ibiza, die vielleicht etwas zu lange mit der Post unterwegs war. Natürlich ist hier alles wieder Erste-Sahne-Techno und natürlich wird alles perfekt vom Meister präsentiert. Von T.Raumschmieres Rabaukentechno bis hin zu Dntels Feinstoff-Grooves reicht das Soundpanorama. Schön. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

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Obie Trice – Cheers – [Shady/Universal]

Obie Trice – Cheers – [Shady/Universal]
Eminem wurde jüngst von der amerikanischen HipHop-Zeitschrift “Source” Rassist genannt, weil das Blatt ein zehn Jahre altes Tape von ihm gefunden hat, auf dem dieser u. a. rappt “black girls are bitches”. Eminem ist natürlich kein Rassist, Eminem hatte auch mal eine Pubertät und Eminem ist vielmehr seit kurzem auch als Label-Macher unantastbar. 50 Cent hat er groß gemacht, und nun wird Obie Trice von ihm losgelassen, um demnächst die HipHop-Welt zu beherrschen. Seine Platte, die Eminem mitproduziert hat und auf der dieser auch selbst fleißig mit rappt, ist ein großer Wurf. Tricky Beats, lustige Texte, großes Kino, eine perfekte HipHop-Platte.

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DMX – Grand Champ – [Def Jam/Universal]

DMX – Grand Champ – [Def Jam/Universal]
Nicht wenige halten ihn für den besten Rapper überhaupt. In den USA ist DMX eh längst der absolute Superstar, der jede seiner Platten locker auf Platz Eins der Charts schiebt. Bei uns dagegen hält sich das DMX-Fieber noch in Grenzen, es wird Zeit, dass sich das ändert. Schließlich rappt der Typ mit dem Pitbull-Fetisch auf seiner neuen Platte wieder so frisch-herb, dass 50 Cent dagegen wirkt wie ein Chorknabe vor dem Stimmbruch. Ansonsten lässt sich noch anmerken, dass Hundegekläffe normalerweise höchst nervtötend ist, nach dieser Platte jedoch überlegt man sich, ob man sich nicht selbst mal einen Kläffer zulegen sollte.

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Missy Elliott – This Is Not A Test! – [Eastwest]

Missy Elliott – This Is Not A Test! – [Eastwest]
Schade eigentlich, dass Missy-Platten nicht mehr so schockieren wie früher. Man ist es inzwischen einfach von ihr gewohnt, dass sie und Timbaland die abgefahrensten Beats rausschleudern und die durchgeknalltesten Breaks setzen, die man sich so vorstellen kann. Auch “This Is Not A Test!” erfüllt in diesem Sinne alle Erwartungen. Die Platte ist Dynamit, jeder Track brennt und auch die Kollaborationen mit Ragga-Typen wie Elephant Man oder Beenie Man kommen super. Allein: Es wird hörbar schwerer für Missy, noch echte Duftmarken zu setzen. Überrascht wäre man ja nur wirklich dann von dieser Platte gewesen, wenn sie richtig lau ausgefallen wäre.

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